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Plattnerei - Arbeitsweise

Dabei stellten Atemnot, Hitzeentwicklung und Erschöpfung ein großes
Risiko beim Kämpfen in der knapp 30 kg schweren Vollrüstung da.
Daher brachte der Plattner ein großes Geschick auf, um das Gewicht
der Rüstung zu minimieren, dabei jedoch den maximalen Schutz zu ermöglichen. Aus diesem Grund wurden die Rüstungen frontal aus dickerem Blech gefertigt, wohingegen man rückseitig dünneres Blech verwendete.

Plattnerei

Zusätzlich setzte man dünne Bleche ein, die durch Falzung und Profilierung entsprechend versteift wurden. Um Gelenke zu schützen und die verschiedenen Segmente mit einander zu verbinden,
wurden separate Zwischenelemente eingesetzt, die in zunehmendem Maße somit eine komplette Panzerung gewährleisteten und dem Träger dennoch eine relative Bewegungsfreiheit ermöglichten:
Denn Spalten und Ritzen zwischen den Rüstteilen oder gar schlecht sitzende Rüstungen bedeuteten meist unzufriede Kunden des Plattners oder gar das vorzeitige Ableben eben dieser Kunden.

Dabei gab es verschieden Dinge zu beachten, wie das folgende Beispiel zeigt:
Ritterhelme mussten eine starke Frontalpanzerung aufweisen, um Lanzenstöße und Schwerthiebe aus­zuhalten, daher waren sie meist hochgeschlossen und nur mit schmalen Sehschlitzen bzw. Visieren versehen. Fußsoldaten brauchten hingegen ein freies Sichtfeld, da diese meist im dichten Getümmel standen.

Mit dem Aufkommen der Handfeuerwaffen in Verbindung mit Schwarzpulver zu Beginn der Renaissance, boten die Rüstungen keinen geeigneten Schutz mehr. Somit wurden die ehemals funktional orientierten Plattenrüstungen zum Rangabzeichen und Statussymbol der Offiziere.

Die Handwerksdarstellung des Plattners legt den Schwerpunkt auf die Fertigung einzelner Rüstungsteile, wo deren Entstehungsschritte anhand von Mustern und Beispielen gezeigt werden. Auf Wunsch ist ein "Mitplattnern" in Form von Blechverformung zu kleinen Schalen möglich.

 

 

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