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Workshopwochenende in Ovelgönne

Am 12., 13. und 14. August war es auch in diesem Jahr mal wieder soweit... Wissenswertes erlernen durch Selbermachen wurde auch an diesem Wochenende wieder einmal groß geschrieben… In einer lockeren Zusammenkunft wurde für diese handwerklichen Tage mal wieder, wie es passender nicht sein kann, auf dem Gelände des Handwerksmuseums Ovelgönne gelagert. An fest geplanten Arbeiten gab es vor allem das Thema Truhenbau, Gewandbearbeitung, sowie die Ver- und Ausbesserung vorhandener Rüstungsteile, um für das darauf folgende Wochenende angesetzte Schwertkampfturner auf dem Schloss Marienburg in Pattensen gerüstet zu sein.

 Insgesamt drei Teilnehmer begannen unter der Leitung von Jürgen Ritschel eine schöne Eichentru-he zu bauen, welche natürlich nicht in 2,5 Tagen fertiggestellt werden konnte, jedoch das mögliche Aussehen, wenn es denn so weit ist, schon mehr als deutlich zum Ende dieser Tage zu sehen war. Hierzu wurden selbst die Holzdübel und Keile hergestellt, was geschah, indem zunächst ein kleines Eichenbrett durch einschlagen der Klinge in die Maserung in kleine viereckige Holzstücke geteilt wurde, welche im folgenden Arbeitsschritt durch ein rund ausgeformtes Eisenloch geschlagen wurden und so die runden Dübel entstanden. Auch die Eichenbretter wurde jeweils von Hand bearbeitet, bis diese mit Hilfe der eben genannten Dübel zusammengefasst werden konnten. Sicherlich kam auch in Anbetracht der zur Verfügung stehenden Zeit modernes Arbeitsgerät, wie Bohrer zum Einsatz, doch konnte so nach und nach der Arbeitsprozess zur Fertigung einer solchen Truhe gut nachempfunden werden und jeder wurde über dieses erlebende Wissen nach und nach sein persönlicher „Meister“ seines eigenen Unikates, wodurch ein jeder dieser Teilnehmer nun in der Lage ist, interessierten Besuchern auch einmal etwas mehr zu den Fertigungsschritten einer solchen Truhe zur Zeit des 13. Jahrhunderts erzählen zu können. Das schönste daran… Wissensvermittlung aus erlebter Erfahrung… und darauf kommt es doch an.

Weitere Arbeiten waren Niet- und Treibarbeiten an Helm und Diechlingen, so dass Olli einen Visierhelm mit geeignetem Lederriemen versehen musste, um diesen vor ungewünschtem Öffnen bei dem anstehenden Turnier schützen zu können. Diechlinge, welche mit Leder besetzt waren, wurden um in Form getriebene runde Metallplatten, sogenannte Kniekacheln, versehen, um dadurch die Kniepartie vor den wuchtigen Schlägen im Kampf zu schützen. Einige Näharbeiten fanden permanent statt, so dass Gambesons, Kleidung und jegliches Kleidungs-stückteil ausgebessert, erweitert und optimiert wurde. Was es bedeutet, zweieinhalb Tage lang nichts anderes zu tun, als die in dem großen Sack besorgten einzelnen Metall-Kettenringe aufzubiegen, richtig miteinander zu verbinden und wieder zum Ring zu biegen, so dass daraus ein gleichmäßig verteiltes Kettengeflecht von einer ungefähren Größe von gerade mal 35x25 cm, welches vielleicht mit Glück reichen würde, um eine knappe Oberarmpartie zu schützen, herzustellen, weiß Axel nun besonders gut, da er an diesen Tagen neben kleinen Messer- und Sax-Kampfübungen überwiegend genau diese Arbeit verrichtet hat. Dies verdeutlichte wieder einmal mehr, welch ein zeitlicher Arbeitsaufwand (ganz zu schweigen von den damaligen Materialkosten für solche ein Metall) von Nöten war, um einem Ritter oder dergleichen einen solchen Schutz im Kampf bieten zu können. Dies macht einem dann doch allmählich klar, weshalb sich eben nicht jeder eine solche Rüstung leisten konnte.

Kuschelig warm wurde es neben den angenehmen Temperaturen und dem tollen Wetter, wenn die Füße nach der Fertigung von Petras Wollfilzsocken, welche auch für sehr kleine Füßchen geeignet sind, in eben diesen verschwunden. Auch war sie maßgeblich an dem Essen beteiligt, da gerade unser großes Gelage am Samstag von ihr im Vorfeld geplant wurde. An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön dafür. Gekocht wurde gemeinsam über dem Feuer, so dass im Anschluss an das leckere Essen beide A-bende in tollen Runde bei spannenden Unterhaltungen und historischen Würfelspielen ihren spaßi-gen Ausklang fanden. An dieser Stelle abschließend auch noch einmal vielen Dank an das Handwerksmuseum Ovelgönne und das zur Verfügung stellen der Räumlichkeiten. Uns, den Organisatoren vom Fiesenring, hat es wieder einmal mit allen Teilnehmern und dem gesamten Ablauf sehr viel Spaß gemacht. Auch möchten wir uns hierzu wieder mit einem hier ersichtlichen Fotoalbum bedanken und freuen uns darauf euch mit euren Werkstücken in Gebrauch bald wieder zu sehen. Auch hier noch der Bericht der NWZ, welche uns vor Ort einen kleinen Besuch abgestattet hat. In diesem Sinn, seid weiter schön fleißig.

Euer Friesenring

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