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Vortrag Grundschule St. Magnus 2012

An einem kühlen Wintermorgen näherten wir uns einer schönen Grundschule mitten im grünen Herzen von St. Magnus, einem Stadtteil im nördlichen Bremen. Das was wir zu sehen bekamen war eine schöne Schule, die momentan leider unter Umbaumaßnahmen ein wenig leiden musste, so dass der Auf- und Abbau mit unter etwas abenteuerlich wurde. Zugegebenermaßen sind wir aber schon daran interessiert die Schule nach dem Umbau zu sehen, denn da verspricht sie ein richtiges Schmuckstück zu werden. Doch wollen wir uns jetzt nicht über Architektur austauschen, sondern über den Grund unseres Besuches. Dieser bestand darin, den Kindern einer vierten Klasse passend zum Schulthema „Ritter und Burgen“ das Mittelalter näher zu bringen.

Als gegen kurz nach 08.00 Uhr unser Team komplett war begannen wir mit dem Aufbau der Requisiten und damit den Raum für unseren Vortrag herzurichten, den Beamer und die Leinwand aufzubauen und den Rest zu verstauen. Mit dabei war wieder einmal ein passender Fotograf von „JPL-Multimedia“ aus Schwanewede, der den Vortrag in Bild und Ton festhalten sollte.
Schließlich war alles hergerichtet und wir konnten wie geplant gegen 09.00 Uhr mit einem „EALA“ den Vortrag starten. Und los ging eine spannende Reise über die Zusammensetzung der Klassen und Stände im Mittelalter, die Entstehung von Bremen und dem Aufbau von ländlichen Wehranlagen bis hin zu den Dorfbewohnern, die diese errichtet haben: Den einfachen Leuten, den Bauern. Diese kamen, durch ein Signalhorn herbeigerufen, Freude strahlend ins Klassenzimmer. Verfolgten die Kinder bis dahin schon ehr konzentriert den medienunterstützt einbeziehenden Unterricht konnte man nun sehen, wie das Konzept des zum Teil an ein Theater angelehnten Vortragens das Interesse erst recht ankurbelte.
Gebannt verfolgten sie wie wir die Kleidung der Bauern erklärten, einzelne Kleidungsstücke verteilten und den Kindern die Möglichkeit gaben, diese selbst anzufassen und sogar zu probieren. Daraufhin folgte mit der Präsentation des Wohnstallhauses und der hautnahen Erklärung des Alltages der Abschluss des ersten Vortragblocks, so dass mit dem Zeigen von „Feuer machen“ und „Essen zubereiten“ ein guter Übergang geschaffen wurde, um den Einstieg in die Schulrealität und die 20minütige Pause zu ermöglichen.
Bei dieser Pause wurde uns von einigen Schülern Gesellschaft geleistet, welche ihren Wissensdurst auf diese Art auch in der Pause stillten.

Nach einer kleinen Frischluftpause ging es weiter. Analog zu den Tupperdosen und Frühstücksboxen der Kinder, welche noch dabei waren die letzten Pausenbrote zu knabbern, zeigten wir die Essgefäße des Mittelalters unter Verwendung von Originalfundstücken, die uns das Museum „Leben am Meer“ in Esens zur Verfügung gestellt hat. Diese zum Teil über 1.700 Jahre alten Fundstücke, sowie die darin enthaltenen Fingerabdrücke der Mensch aus dieser Zeit, sorgten für eine ganz andere Sichtweise bei den Schülern. Denn diese blickten nun durch die Vorstellung, dass diese Gegenstände vor so vielen Jahren von Menschen wie ihnen und uns gemacht wurden, um diese zur Verpflegung zu Nutzen, mit ganz anderen Augen in unsere Gesichter.
Weiter ging es mit dem „friesischen Weltwunder“, oder besser gesagt dem „goldenen Ring“, also dem Deichbau und seiner Bedeutung für die Küstenregion. Anschaulich aufgezeigt anhand von Zeichnungen und beladenen Gegenständen, wie Kiepen, welche die Kinder rum tragen durften, schlugen wir den Spannungsbogen zum lang erwarteten Höhepunkt des Vortrages – denn schließlich mussten wir die Frage „Wann zeigt ihr uns die Schwerter?“ ja noch beantworten.
Und die Antwort viel nicht schwer, denn die Friesen waren ja ein wehrhaftes Volk und verstanden es recht geschickt mit einfachen Mitteln Waffen und Rüstzeug zu fertigen, die es durchaus mit den „Rittern“ aufnehmen konnten. So marschierten unsere Kampa, die friesischen Berufskämpfer, mit Gambeson, Diechlingen, Helm, Speer, Schild, selbstverständlich dem Schwert und anderen benötigten Utensilien bekleidet in das Klassenzimmer und rundeten das ganze Thema mit dem Wunsch der jungen Zuhörerschaft auch Schwerter zu sehen ab.
Auch hierbei war es uns wichtig, dass die Schüler die Möglichkeit hatten, die Sachen anzufassen und in ihrer Wirkung zu sehen. Also ließen wir uns nicht lumpen und probierten den Gambeson auf seine Haltbarkeit und vor allem Schutzfunktion aus. Den großen Augen von Lehrerin und Schülern zu Folge eine eindrucksvolle Demonstration, welche unser Gamebsonträger unbeschadet überstanden hat. Mit einer Punktlandung beendeten wir den Vortrag „Mittelalter zum Anfassen“ um 11:30 Uhr mit einem schönen Gruppenfoto, welches durchaus als „Schülerschildwall“ bezeichnen werden könnte, da die Zusammenstellung zwar ohne viele Schilde, aber ansonsten durchaus mit einer der früheren Formationen bei der die Schilde der Verteidiger überlappten um bspw. Pfeilbeschuss entgegenwirken zu können ähnelte… ;-)

Während wir dabei waren Abzubauen und die Sachen zu Verpacken nutzten die jungen „Nachwuchsforscher und Archäologen“ die Gelegenheit diese weitere Pause für allerlei Fragen zu nutzen, die Exponate nochmals zu bestaunen, anzufassen und das Rufhorn auszuprobieren; solange bis die Glocke sie zur nächsten Stunde rief. Den Reaktionen der Lehrer, auch denjenigen die zu Besuch waren und einen Blick auf die „etwas andere Art des Unterrichtes“ werfen wollten, und den leuchtenden Augen der Schüler zu entnehmen, ist es uns gelungen einen positiven Eindruck zu hinterlassen und unseren Beitrag zum geschichtlichen Bewusstsein unser Region im Mittelalter geleistet zu haben.
Genauso wie wir den Schülern zeigen und zu verstehen geben wollen, dass wenn man Spaß an einer Sache hat, es sich viel leichter lernen, bzw. mit Blick auf die ferne Zukunft auch arbeiten lässt, können wir für uns selbst wieder einmal feststellen, dass es uns vom Friesenring sehr viel Spaß gemacht hat und wir uns freuen würden, die Grundschule St. Magnus wieder zu besuchen, um weitere wissbegierige Fragen der Schüler auf unsere Art zu beantworten.

In diesem Sinne:
Bis bald!

PS: Und natürlich gibt es einen kleinen fotografischen Einblick in den Fotoalben
auf unserer Facebook-Seite.

 

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